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hiervon hängt der erfolg ab

Die Technik
saison 2021: Zweite Drohne Dank Förderung

DJI “Mavic 2 Enterprise Advanced”

Dieser Copter verfügt über eine Wärmebildkamera mit einer Auflösung von 640 x 512 Pixel und ist für die Kitzrettung bestens geeignet. Wir fliegen damit in einer Höhe von 70 m (120 m bei besten Bedingungen). 2021 schafften wir damit bei der Flächenabsuche ca. 12 Hektar pro Stunde (incl. Anfahrt, Aufbau, Abbau und Kitzsicherungen). Pro Akku ergibt sich eine Flugzeit von ca. 25 min.

Hier zwei gute Informationsvideos auf YouTube zur DJI “Mavic 2 Enterprise Advanded”:

Übergabe des Förderbescheides

Unser Programm ist ein Erfolg, es wird sehr gut angenommen – auch in Niedersachsen. Das ist wichtig, da mit Hilfe von Drohnen, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind, Rehkitze schnell und effektiv gefunden und gerettet werden können. Mit unserer Millionen-Förderung leisten wir einen Beitrag, diese Technik in die Fläche zu bringen. Damit stärken wir den Tierschutz. Ich danke allen, die sich hier engagieren.

Hans-Joachim Fuchtel

Palamentarischer Staatssekretär, Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

Zum Förderprogramm (Anträge können noch bis zum 1.09.2021 gestellt werden)

Am 30. Juni 2021 bekam der Verein Besuch vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Hans-Joachim Fuchtel überreichte den Kitzrettern einen Förderbescheid über 3.458,77 Euro zur Anschaffung des neuen Copters – stellvertretend für weitere geförderte Vereine zur Rehkitzrettung.

Herr Fuchtel überreicht den Förderscheid an den ersten Vorsitzenden Tobias Hanschen.

Zum Zeitungsbericht in der Rotenburger Kreiszeitung

des weiteren nutzen wir pro Copter folgendes

Technik-Zubehör

  • 8 x Flugakku
  • Monitor (Fielworld FW 279)
  • Monitorhalter (Lifthor SC)
  • 2 x Schnellwechselplatte für Monitorbefestigung
  • 2 x Akku für Monitor (NP-F550 6600 mAh)
  • Doppelladegerät für Akkus (NPF 550 Dual)
  • Powerbank 18 Watt 20.000 mAh
  • Speicherkarte 128 GB
  • Stativ
  • Lande-Pad (107 cm Durchmesser)
  • 2 x Schutzfolie matt für Monitor (Fa. Brotect)
  • Mobiler WLAN-Router

Funkgeräte für Monitorbeobachter und jedes Feldteam sind unerlässlich.

Als Planungssoftware für Feldanmeldung und Missionsplanung nutzen wir den UAV-Editor.

In der Saison 2020/2021 flogen wir mit der

DJI “Mavic Zoom” und einer Wärmebildkamera vom Typ “Flir Boson”

Der Copter hat mit der Wärmebildkamera ein Abfluggewicht von ca. 1100 Gramm und die Flugzeit beträgt je nach Wetterlage ca. 15 – 20 Minuten. Das Wärmebild wird über einen Funkkanal auf unsere Monitore übertragen, die das Team im Einsatz genauestens beobachtet und ausgewertet.

Die “Flir Boson” hat eine Auflösung von 640 x 320 dpi. Diese hohe Auflösung ermöglicht es uns, in einer Höhe von 70 m zu fliegen. Bäume stellen damit kein Hindernis mehr da. Die Kamera überblickt in dieser Höhe eine Fläche von 2.400 m². So können wir pro Einsatztag eine Fläche von ca. 55 Hektar abfliegen.

Vorab: Missionsplanung am IPad

Die Flug-Missionen für die Flächenabsuche geben unsere Piloten vorab über die Software “Groundstation Pro” ein und übertragen sie auf die Fernsteuerung des Copters.

Flugverbotszonen oder -einschränkungen sollten vorab gescheckt werden, zu Beispiel auf der Seite Map2fly

Am Vortag müssen viele Akkus für Copter, Fernsteuerung, Funkgeräte und Monitor geladen werden. Auch die Planung von Einsatzablauf und Anfahrten der Flächen sind für eine zügige Suche wichtig. Es bleibt immer ein Wettlauf mit der Zeit, besondert bei großer Sonneneinstrahlung.

DJI "Mavic 2 zoom" mit "Flir Boson"

Wir fliegen in einer Höhe von 70 m, so kann man gefahrlos über Bäume fliegen und hat auch die Kitze am Waldrand mit im Blick.

Damit schaffen wir, je nach Wetterlage, Kitzfunden und örtlichen Verhältnissen, bis zu 55 Hektar am Tag.

 

Konzentrierte Beobachtung des Wärmebildes

Auf unserem externen Monitor kann das Team den Flug genau verfolgen und auffällige Punkte melden.

Die Wärmepunkte eines Tieres sind bei kühleren Temperaturen am besten auszumachen. Bei Sonneneinstrahlung erwärmen sich z. B. auch Sandhaufen schnell und sind oft schwer von einem Kitz zu unterscheiden. Das Ausmachen eines Tieres im Wärmebild erfordert Übung und Erfahrung.

Wir helfen gerne weiter!

Häufige Fragen zur Technik

Ihr Titel
In welcher Höhe fliegt ihr?

Basierend auf unsere Technik-Ausrüstung ist 70 m die ideale Flughöhe, um Kitze erkennen zu können. Bei besten Witterungsbedingungen, wie kalte Temperaturen und bewölktem Himmel, ist 120 m Flughöhe sehr gut möglich.

Wieviel Hektar schafft ihr pro Stunde?

Mit Anfahrt, Auf- und Abbau, sowie Sicherung der Kitze schaffen wir derzeit 12 Hektar pro Stunde. Die Drohne kann aber definitiv viel mehr Hektar pro Stunde abfliegen.

Welche Drohne setzt ihr ein?

Die “DJI Mavic 2 Enterprise Advanced”. Diese Drohne verfügt über eine Wärmebildkamera mit einer Auflösung von 640 x 512 Pixel. Zudem bietet sie einen 32x Digitalzoom und einen 16x Wärmebild Digitalzoom.

Wie lange hält ein Akku?

Mit einem Akku können wir ca. 25 min. fliegen. Derzeit haben wir 8 Akkus pro Copter im Einsatz.

Was passiert, wenn der Akku leer ist?

Der Copter fliegt dann automatisch zurück zum Startpunkt (Return-to-Home). Es ist einstellbar, bei wieviel % Rest-Akku-Stand der Rückflug erfolgen soll. Wir haben bei unseren Coptern 20% eingestellt.

Wie weit kann die Drohne fliegen?

Angegeben ist eine Reichweite von 6 km. Die weiteste Entfernung, die wir bisher hatten, waren ca. 1,3 km.