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Schweinetag bei den Rehkitzrettern.

Was für ein entspannter Morgen. 5.45 Uhr Einsatzbeginn. Also endlich mal ausschlafen.

Auf dem Plan stehen cirka 24 Hektar, verteilt auf 4 Flächen. Alles Grünroggen und in einem wunderbaren Revier.

Gleich am ersten Schlag fällt auf, dass frisch auf der daneben liegenden Wiese gebrochen wurde. Für Laien: Dort haben Wildschweine nach Nahrung in der Erde gewühlt und die Grasnarbe über Kopf gekriegt.

Das Getreide geht selbst bei den größereen Helfern der Rehkitzrettung Sottrum mitunter bis auf Augenhöhe.

Endlich kommt die Ansage vom Piloten: “Da könnte etwas sein.” Also, fix hin. Einer vorweg, zwei Helfer, die zur Einarbeitung der Kitzrettung mit sind, bleiben erstmal an der Feldkante zurück.

Hach, statt kleinem Kitzbett tut sich eine Lichtung im Roggen auf, mitten in ihr prangt eine riesiger Berg an Roggen. Ein Kessel! Drei Sauen spritzen in unterschiedliche Richtungen davon. Was für ein Erlebnis, was für eine Situation! Sauen haben wir noch kein einziges Mal bei unseren Einsätzen gefunden. Fix Fotos gemacht und wieder zurück zum Team. (Für Laien: Eine so genannten Kessel legt die Bache [weibliches Wildschwein] an, um dort den Nachwuchs [Frischlinge] zur Welt zu bringen.)

In Schlag zwei ist ebenfalls zu sehen, dass hier Sauen frisch ihre Fährte gezogen haben. Dieses mal sind es Piloten und zurückgebliebene Helfer, die in den Genuß von Anblick kommen, als eine Sau die Flucht aus dem Roggen in das nahe Wäldchen antritt.

Schlag drei ist, bis auf einen Hasen, leer. (Immerhin etwas )

Der nächste Grünroggen toppt von der Wuchshöhe die vorigen Felder. Verrückt.

An der Kante, wie kann es anders sein: Erneut gebrochen, laut dem zweiten Suchteam frisch. Einer der Piloten meldet eine größeren Wärmepunkt, der sich dann als Bache mit sieben Frischlingen herausstellt. So ist die Ansage. Der reale Anblick während der Mahd bringt ein etwas anderes Ergebnis.

Wir lassen die Rotte in Ruhe, die Flugcrew findet zwei weitere Sauen, die genüsslich weiter schlafen und von all dem nichts mitbekommen, was ringsherum um sie passiert.

Ein Bock springt noch ab, der als “Fund” gemeldet wird und dann ist Feierabend. 8 Uhr. Zeit für Frühstück.

Bei der Mahd ist der Kessel im ersten Schlag zwar leer, zwei Sauen stecken aber noch im Roggen.

Der letzte Schlag mit der Rotte wird nur angemäht. Kaum sind Häcksler und Gespanne verschwunden, betritt die Bache mit Anhang die bereits abgeerntete Fläche (bd).